Suche
Suche Menü
Allgemein

Wenn et Trömmelche noh Porz jeiht

“Musik spricht alle Sprachen”

von Jennifer Polzin

Beladen mit allerlei Rasseln, Schellen, Glocken, Trömmelchen und der ein oder anderen „decken Trumm“ eroberten die Kölner Wirtschaftsjunioren am Samstag, 25.04.2015, die Herzen der Porzer Flüchtlingskinder. Mit einem solchen Ansturm hatte keiner gerechnet: Über 50 Kinder von ein bis 14 Jahren sorgten für ein ausgewachsenes Chaos zum Auftakt des Projekts „Musik spricht alle Sprachen“.

Die Wirtschaftsjunioren waren mit sechs Leuten aus dem Arbeitskreis Soziales definitiv in der Unterzahl, konnten sich aber trotzdem zwischendurch Gehör verschaffen und den Kleinen erste Rhythmusfolgen beibringen. Das Zusammenspiel in der Gruppe musste jedoch intensiv geübt werden, das wurde schnell klar, denn viel lieber erprobten die Kinder ihre eigenen Kreationen auf immer wieder neuen Instrumenten – gleichzeitig und am besten so laut wie möglich. Die Mittagsruhe war damit beendet. Mitten im Getümmel gab es aber auch „leise“ Momente, in den die Kinder ganz offen auf die Wirtschaftsjunioren zukamen und sich die Funktion der verschiedenen Instrumente zeigen ließen.

Auch einige erwachsene Flüchtlinge gesellten sich dazu und zeigten ihr Können an den bereitgestellten Instrumenten. Kleine Konzerte fanden schnell Publikum und die Musiker Bewunderung. Auch wenn das ein oder andere Instrument dem Ansturm nicht standhalten konnte, war der Nachmittag ein voller Erfolg und die Wirtschaftsjunioren wurden inständig gebeten, wiederzukommen.

Es war herrlich zu sehen, wie Musik Menschen zusammen und Kinder zum Lachen bringt. Auch wenn man sonst ganz unterschiedliche Sprachen spricht: Musik hat jeder im Blut!

Ein besonderer Dank gilt der Sambagruppe „Schäng Bumm“ aus Lindenthal für die Bereitstellung ihrer Instrumente sowie dem Music Store Köln für die Spende einer Cajón, einer Bongo und einiger kleinerer Percussion-Instrumente an die Notunterkunft Porz.

 

Marke Köln