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DiWi-Kolumne

Digitalisierung, quo vadis?

Die Wirtschaftsjunioren haben sich dieses Jahr intensiv mit der digitalen Wirtschaft auseinander gesetzt und neben dem DiWi-Team auch diese Kolumne geschaffen, um das Thema anzugehen. Nun wird es Zeit für ein kleines Zwischenfazit.

Morgen ist heute ist morgen – für alle

Fakt ist, die digitale Wirtschaft kommt nicht, sie ist schon mitten unter uns. Sie begleitet uns in allen Lebensbereichen – ob wir mitmachen oder nicht. Es geht also nicht darum, wie diese „neue, digitale Welt” aussehen wird, es geht vielmehr darum, wie wir in dieser bereits bestehenden mitspielen. Wie wir sie nutzen, ausweiten, gestalten und genießen.

Mit wem auch immer wir über Digitalisierung und digitale Wirtschaft sprechen, wir stoßen auf zwei „Lager”: Während die eine Gruppe mitten drin ist in der digitalen Welt, diese ausschöpft, mitgestaltet und Digitalisierung so selbstverständlich wie Strom aus der Steckdose nutzt und lebt, bleibt eine andere Gruppe eher außen vor. „Traditionellen Unternehmern” fehlt manchmal schlicht die praktische Erfahrung und das Vorstellungsvermögen für diese noch fremde Welt, um die Vorteile nutzen zu wollen und das Konzept für sich zu verinnerlichen. Der ersten Gruppe hingegen mangelt es manchmal an Tiefgang bei der bewussten Kommunikation der digitalen Welt nach außen.

Digitale Dämonen? Zähmen und nutzen!

Vor allem fehlen den beiden Lagern Schnittstellen. Beide Seiten müssen dies als erste gemeinsame Aufgabe realisieren. Natürlich können sich Taxifahrer bedroht fühlen, wenn Uber ihnen plötzlich starke Konkurrenz bietet (bzw. geboten hat) – doch hier ist auch Innovationslust gefragt: Was wäre, wenn Taxifahrer die digitalen Netze nutzten, um ihre Fahrten effizienter zu gestalten? Warum gibt es die „Befindet sich gerade ein Taxi in meiner Nähe?”-App noch nicht? Es fehlt an Verbindungspunkten zwischen den Affinen und den Noch-nicht-Digitalisierten. Und manchmal auch die Bereitschaft, sich auf Neues – und auf die Vermittlung – einzulassen.

Die Junioren mögen ebenfalls noch Mitglieder unter sich haben, die nicht fließend „digital sprechen”. Vor allem aber haben wir ein riesiges Knowhow in einem Pool von Experten, die ihr Wissen hier weitergeben, die Brücke zwischen den beiden Gruppen schlagen und als Zahnräder fungieren möchten. Ob tagtägliche Abläufe in Unternehmen, die generellen Strukturen der selbigen, das Erkennen und Nutzen des Kundenverhaltens – die Digitalisierung bietet jedem große Verbesserungsoptionen.

Als Beispiel sei das Internet der Dinge genannt: Drucker können ihre Patronen selbst nachbestellen, Terminplaner und Projektunterlagen sind digitalisiert und immer und überall für jeden Mitarbeiter auf dem aktuellsten Stand zugänglich, Produkte und ihre Fertigstellung werden digital verfolgt und entsprechend zeiteffizient weitergeleitet. Der Kunde freut sich. Und wir sollten es auch.

Aktive Schnittstellen – let’s go digital!

Wir gehen das gemeinsam an: Mit dieser Kolumne bieten wir Ideen, Lösungen und Anreize, um der Digitalisierung noch näher zu kommen, ihre Vorteile zu erkennen und zu nutzen. In der nächsten Ausgabe wird uns Tobias Schwarz von seiner Arbeit erzählen. Denn das Digitalisieren von analogen Akten, Rechnungen und Dateien eines Unternehmens greift genau das auf, was wir fördern wollen: Die Digitalisierung für sich und seine Kunden sinnvoll zu nutzen – und Spaß daran zu haben.

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