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Das 4:1 in Köln verpasst? Selbst schuld!

Warum Jan Niclas und ich uns am 18.6. alleine zum Geocaching eingefunden haben, ist mir ein Rätsel, WM hin oder her. Das kann allerdings ungelöst bleiben, denn wir haben ganz andere bearbeitet und einen Riesenspaß gehabt. Köln mit einem GPS-Gerät zu erkunden, dabei unbekannte Bauten, Hinterhöfe, Eckkneipen zu bestaunen und Hecken, Parkplatzverstrebungen und Treppengeländer kriechend, kletternd und grübelnd zu durchsuchen, war so bereichernd wie witzig – Geocaching rockt!

Von den vielen, vielen Kölner Caches haben wir uns einige in der Südstadt ausgeguckt. Nach fast drei Stunden haben wir die letzte Location schließlich ohne endgültigen Fund verlassen: Dort war nicht drin, wieder an einer Außenwand oder Holzverkleidungen rumzuschleichen, sich ständig hinzuknien, Grünzeug zu befingern, schließlich einen nicht zu unterdrückenden Freudenschrei möglichst zu flüstern und dabei rumzuhüpfen wie kleine Kinder. Zu viele Muggel vor Ort.

Wir haben tragische Liebesgeschichten kennengelernt, sind alten Jungfrauen gefolgt, mussten auf viele Hundehaufen achten und Efeuwände befingern, um zu unserem ersten Cache zu gelangen – gefunden! Am alten Stadtmauerstück am Sachsenring sind wir dann mehr rutschend als kletternd nach einigen falschen Schritten und Buchstabenspielchen schließlich zum zweiten Mal fündig geworden. Dass der Hinweis „aus M mach W” uns nach einigen Versuchen, den Ort über Kopf zu betrachten, doch noch geholfen hat, war fast nicht mehr zu erwarten gewesen. Einen Parkplatz haben wir nach dem nächsten Fund zumindest unauffällig wieder verlassen – nachdem wir ihn zuvor von oben bis unten peinlichst genau begutachtet und so ziemlich alles angefasst hatten … garstige kleine Dinger, diese Nano-Caches! Am Rheinau-Hafen waren nicht nur Blick und Kulisse bezaubernd, auch das Versteck ließ uns begeistert zurück: Wieder Nano, wieder eine Stelle, an der man meint, das kann nicht so schwer sein. Ein Auf und Ab im wahrsten Sinne – und schließlich das „Juhuuu, da ist es!”. Mit einem weiteren, diesmal trolligen Cache beglückt, der durch Satellitenschüsseln und ungelenke Nachbarn erschwert zu finden war, ließ die späte Stunde uns schließlich aufhören. Beseelt und zufrieden haben wir den sechsten Cache Cache sein lassen – für das nächste Mal.

Jan Niclas hat diese Tour zu einem abgefahrenen und abwechslungsreichen Event gemacht und mich als Neuling super eingeführt. Ich habe mich damit bedankt, vier der fünf Caches zu finden – ab dem zweiten jedes Mal zusätzlich belohnt durch ein „Das gibt’s doch nicht, schon wieder!” des erfahrenen Geocachers – und hätte eigentlich gar nicht aufhören wollen. Gut, dass Jan Niclas nicht das letzte Mal unterwegs war. Und für alle, denen der Text leicht kryptisch erscheint: Selbst schuld – beim nächsten Mal unbedingt mitkommen!

Marke Köln